Was gebiert Selbsthingabe an den Nächsten? Das ist die Liebe: allumfassende, grenzenlose Liebe zum Menschen. Was gebiert Freiheit? Das ist die gleiche Liebe zur Wahrheit.

 

Swiad Gamsachurdia, Tifflis 1991

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Ein Text von Dr. Lutz Niemann

 

„In unserer Welt – insbesondere in Deutschland – wird eine Strahlendosis durch Radioaktivität sehr unterschiedlich beurteilt, sehr streng bei Kernkraftwerken, großzügig hingegen bei Flugreisen, Medizin und Bodenstrahlung, das ist Politik.“

In Japan ist die Dosisleistung in den evakuierten Gebieten höher als die Hintergrundstrahlung vor dem Unfall, aber immer noch erheblich kleiner als man es bei einer Flugreise auf Reiseflughöhe hat. Das heißt, beim Fliegen ist eine gewisse Bestrahlung durch Radioaktivität erlaubt, nicht jedoch infolge austretender Nuklide aus einem Kernkraftwerk.
Das ist Gesetz, aber ein unsinniges Gesetz.

Inzwischen habe ich auch auf den Seiten der IAEA nachgeschlagen:
Es sieht so aus, dass die Bodenkontamination mit Cs-137 gerade 100 Bq/m2 erreicht. Man hatte nach dem Tschernobyl-Unfall in Bayern eine Bodenkontamination von > 20 000 Bq/m2, in der Gegend um Gomel 1 Mill. Bq/m2, und zu den Zeiten der oberirdischen Kernwaffenversuche wohl auf der ganzen Nordhalbkugel ähnliche Werte.
Nun kann man aus der Bodenkontamination die Dosis ausrechnen, der ein dort lebender Mensch ausgesetzt ist. Und da ergibt sich bei 1 Mill. Bq/m2 eine Dosis von 16 mSv/Jahr, also vollkommen harmlos aus Strahlenschutzgesichtspunkten, aber laut Gesetz (wie derzeit in Japan) offenbar verboten.
Es gibt auf der Erde Gebiete, wo in der oberen 10cm Bodenschicht weit mehr als 1 Mill. Bq enthalten sind, und da leben auch Menschen. Ich hatte geschrieben: „Die ganze Welt ist voller radioaktiver Stoffe.“ Wenn unser Herrgott heute die Welt erschaffen hätte und müßte bei unseren Behörden wegen einer Dauerbetriebsgenehmigung nachfragen, dann würde sie ihn verweigert werden, weil er die Vorschriften der Strahlenschutzverordnung nicht beachtet hat. Die Erde müßte wieder eingestampft werden, weil es auf ihr zu viele Stellen mit zu hoher Radioaktivität gibt.
Ich zitiere gern Prof. Dr. Dietrich Schwarz:
„Die großen Risiken sind immer noch Hunger, Seuchen, Krieg, ferner die sogenannten Genussmittel, der Verkehr zu Lande, zu Wasser und in der Luft, der Bergbau und so fort. Das sind reale Risiken im Gegensatz zum hypothetischen Risiko eines großen nuklearen Unfalls. Ihre Größe übertrifft alles bei der Kernenergie auch nur Denkbare. Fast alle genannten Risiken werden durch Armut verursacht oder erheblich verschlimmert. Auch Naturkatastrophen aller Art treffen die Reichen weniger als die Armen. Kernenergie kann durch Bereitstellung hinreichender Mengen bezahlbarer Energie wirkungsvoll zur Bekämpfung der Armut beitragen und damit die großen Risiken mindern. Es kann nachvollziehbar dargelegt werden, dass ein globaler Verzicht auf Kernenergie menschliches Leben und menschliche Gesundheit vieltausendfach wenn nicht millionenfach stärker gefährden würde als ein globaler Ausbau der Kerntechnik mit deutschem Sicherheitsstandard.“ Und: „Es gibt eine Reihe hypothetischer Risiken, die erheblich größer sind als das der Kernenergie: Dazu gehören geistige Irreweisungen, von denen das 20-te Jahrhundert zwei sah.“
Schlussfolgerung: „Die Kerntechnik ist keine Risikotechnologie“, das scheint in Deutschland kaum noch zu vermitteln sein. Die Demagogie der Angsttrompeter hat voll gewirkt, in allen Parteien.

 

mehr dazu:

http://www.eike-klima-energie.eu/news-anzeige/die-irrtuemer-in-der-kernenergiediskussion/